Was unterscheidet ein Theaterstück von einem Buch? Viel.  Die Handlung ist die gleiche. Aber:  Das Theaterstück hat Kulissen. Die Schauspieler sind geschminkt und tragen Kostüme

Aber was wäre alle Kunst der Schauspieler, wenn sie keine Requisiten hätten?  Dann bliebe das Stück trocken, farblos und vor allem die Kinder müssten sich alles nur vorstellen. Dann könnte die böse Stiefmutter nicht mit dem Spiegel sprechen und Schneewittchen könnte keinen Apfel essen. Es bliebe alles bei einem So-tun-als-ob.  Macht das auf Dauer Spaß?  Kindern sicher nicht. Darüber haben wir bereits berichtet.

 

Darum spart die „Weingartener Theaterkiste“ nicht mit Requisiten, denn wir möchten Kinder nicht nur mit einer anspruchsvollen Inszenierung unterhalten, sondern ihre Phantasie dabei unterstützen. Kinder – und Erwachsene natürlich auch – sollen bei einem Besuch unserer Theaterstücke die Wirklichkeit vergessen. Darum kann die Stiefmutter auch tatsächlich mit dem Spiegel sprechen und bringt Schneewittchen tatsächlich Äpfel mit.  Dass in jeder Szene für jeden das Richtige bereit steht, dafür sorgen Andrea Drumm und Werner Kuhl. 

Noch eins:  Was nützt die ganze schöne Ausstattung, wenn sie nicht ins richtige Licht gesetzt wird? Was lässt einen Wald dunkel und unheimlich wirken und gleich darauf freundlich und hell? Oder wie entsteht ein glutroter Sonnenuntergang? Durch Licht. Farbige Folien vor dem Scheinwerfer bringen jeden gewünschten Effekt. Und was macht es so spannend, wenn plötzlich der Böse auftaucht? Ein Spot. Denn dann ist er nur der zu sehen, auf den es gerade ankommt, und alles andere ist dunkel. Uh, echt gruslig.  

Noch schöner ist es allerdings, wenn bei einem Gewitter beispielsweise der Donner kracht. Oder wenn der Böse von einer schaurigen Musik begleitet wird. Denn auch Musik und Geräusche transportieren Stimmung. Für Licht und Ton zuständig sind unsere Experten Maik Trömel, Joshua Wenglein und Mareike Held.