Vom 4. Juli 2016 

Die „Weingartener Theaterkiste“ ist in jeder Hinsicht gut aufgestellt. Stolz ist der Verein vor allem, wie den diversen Berichten auf der Jahreshauptversammlung zu entnehmen war, auf seine offensichtlich sehr erfolgreiche Jugendarbeit. „Wir haben keine eigene Jugendgruppe, sondern integrieren die Jugendlichen in die Stücke der Erwachsenen“, sagte Jugendleiterin Renate Haiber. Das habe sich auch bei der jüngsten Produktion, dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ gezeigt, in der die große Mehrheit der Rollen mit Jugendlichen besetzt gewesen sei.

An Verbesserungen investierte der Verein in Technik für die hauseigene Sketche-Gruppe und in Weiterbildung einzelner Akteure über den Landesverband für Amateurtheater. Doch trotz fortschreitender Professionalisierung, beispielsweise durch die Einführung einer Regieassistenz, haben die Vereinsmitglieder ihre basisdemokratischen Wurzeln nicht vergessen und legen großen Wert auf Gemeinschaft, war zu hören. Weitere Möglichkeiten, schauspielerisches Talent auszuleben, sucht die hoch motivierte Jugend in einer vor rund zwei Jahren ins Leben gerufenen „Improgruppe“. Erste Erfolge mit Straßentheater auf dem Weingartner Straßenfest verstärkten den Wunsch nach mehr.

Der positive Kassenbericht von Kassenwartin Christel Hunsinger erlaubt auch in diesem Jahr eine Spende von insgesamt 1.150 Euro an verschiedene christliche und caritative Einrichtungen. Die Wahlen bestätigten die bisherige Vorstandschaft unter der Leitung von Karlernst Hamsen. Ebenso wurden die beiden Regisseure Petra Frankrone und Fritz Haiber für ein Jahr bestätigt. Aus dem Bühnenausschuss schied Ralf Diefenbacher aus und Siglinde Triedwindt rückte nach. Von Sascha Kreuzinger übernahm Renate Lehmann das Amt des Kassenprüfers.